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Similan Touren 2000Das Wetter hat sich stabilisiert, daß
Barometer meines Tauchpartners Lutz zeigt steigende
Werte. Nach einigen Blitzen und Tropfen
letzte Nacht, wechseln nun Wolken und Sonne
miteinander ab. Ganz so verläßlich
wie jahrelang gewohnt scheint das Wetter
diesmal nicht
zu sein.
Walhai oder Manta habe ich heute nicht
gesehen, aber dennoch einen schönen Tauchtag
verbracht.
Bezüglich Koh Bon sind mir
keine Besonderheiten in Erinnerung.
Der
Tauchgang bei Koh Tachei war sehr
anstrengend, da sehr starke Strömung
herrschte. Nicht nur beim "Abseilen"
an
der Mooringleine, sondern auch danach.
Eigentlich richtiges "Mantawetter"
, wenn
es so pfeift, aber keiner läßt
sich sehen.
Vermißt habe ich diesmal auch
den großen
Fledermausfischschwarm oder wenigsten
einen auf der Putzerstation, wie im
letzten
Jahr, aber das kann ja noch kommen.
Die Putzerstation entdeckten wir dafür
ungewollt sehr schnell am Richelieu
Rock.
Wir tauchten direkt über
der Putzerstation ab und befanden uns nun direkt neben einem
ca. 1,5 bis 2 Meter langen Barrakuda,
der sich gerade die Zähne reinigen ließ.
Beim Abtauchen hatten wir ihn nicht
gesehen und betrachteten nun die beeindruckende
Darbietung. Auf diese Nähe wäre
ich - hätte ich ihn vorher gesehen - nie gegangen. Die
Zähne sind sehr beeindruckend,
die Augen muten seltsam an. Er sah nach oben und im
nächsten Sekundenbruchteil direkt
auf mich, der Wechsel erfolgte aus meiner Sicht wie
bei einem Lichtschalter ruckartig ,
ohne Zwischenstation. Tatsächlich wird dieser Eindruck
wohl durch die hohe Geschwindigkeit
des Blickrichtungswechsels entstehen. Solche
Raubtiere belästige ich übrigens
nicht durch Anblitzen. Als mir gegen Ende des Tauchganges
der selbe Barrakuda noch einmal begegnete,
habe ich ihn von hinten aus ca. zwei Meter
ohne
Blitz geknipst. Kein gutes Bild aber
immerhin eine Erinnerung und eine
Bestätigung, daß die plötzliche
nahe
Begegnung kein Albtraum, sondern
Realität war.
Am Richelieu Rock sind Barrakudas
regelmäßig zu sehen, aber
man hält
Abstand vomeinander. Heute besetzten
die großen Barrakudas die Mooring-
leine. Da absolut keine Strömung
herrschte zogen wir es vor auf eine
Vertiefung der Bekanntschaft zu
verzichten und tauchten im Freiwasser
auf.
Vorher hatten wir übrigens noch
einen
großen Oktopus und eine Sepia
entdeckt, andere sahen einen Fetzengeisterfisch (den ich
bei meiner zweiten Tour dieses Urlaubs
dann doch noch knipste).
Die Sicht betrug heute am Richelieu
Rock erfreulicherweise 20 bis 30 Meter , bei den beiden
Tauchgängen davor (Koh Bon und
Koh Tachei, s.o.) waren die Sichtverhältnisse nicht ganz
so gut.
Beim vierten Tauchgang dieses Tages,
der wieder ohne mich stattfand, gab es den von mir
bei Koh Tachei vermißten Fledermausfischschwarm.
Die zutraulichen Tiere ließen sich von
Bord aus füttern und während
dann die ersten "Divers Below" Bojen auftauchten, konnte ich
'mal wieder einen Marlin springen sehen.
Fischreiher und Weißkopfseeadler sind auch hier stets
anzutreffen.
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Last updated: 02. September 2000