Dieter Klinkhammer
UW Photo und Tauchseite :
Tauchen in der Bali See
Die ersten etwa 10 Meter ging
es flach ab bis auf etwa 5 bis 7 Meter Tiefe. Hier sieht
man schon einige Fische,
der Boden besteht aus dunkler Vulkanasche, aufwirbeln mit
den Flossen führt schnell
zu einer Verschlechterung der hier nur um die 2 bis 3 Meter
liegenden Sichtweite gegen
Null.
Danach
fällt das Ufer steil ab, das
Wasser wird klarer und ich
hatte
nach meiner Erinnerung etwa
10
bis 12 Meter Sicht. Es herrschte
das übliche Angebot
an Tropen-
fischen und Korallen vor.
An der
Wand ging ich bei diesem
Tauch-
gang bis auf 27,6 Meter
Tiefe.
Etwas weiter weg senkt sich
das
Riff auf 75 Meter, um kurz
danach
tief abzugehen.
Kurz bevor bei 100 bar gewendet
wurde ließen sich
in der Ferne
einige Barrakudas erahnen.
Auf dem Rückweg entdeckte ich in einer Gorgonie einen
etwa fünf bis sieben
Zentimeter langen Anglerfisch und am Ende auf dem letzten Stück
schon auf der Vulkanasche einen
Fangschreckenkrebs.
Nach dem Mittagessen ging
es wieder über den Schotter, diesmal war die Einstiegs-
stelle nur etwa 100 Meter
entfernt. Der Beginn des Tauchgangs zum "Liberty Wreck"
verlief wie oben dargestellt,
nach dem steilen abfallen des Bodens dauert es nicht
lange bis ein Riff zu erkennen
ist, welchen ungewöhnlich gerade Randkonturen hat,
wie sie die Natur normalerweise
nicht schafft, das Wrack der "U.S.S. Liberty".
Ob
die Liberty nun tatsächlich einst
auf den diesen Namen getauft
wurde oder einen anderen
hatte,
ist umstritten und läßt
sich nicht
mehr feststellen.
Auf jeden Fall handelt es
sich um
ein Frachtschiff der Liberty
Klasse,
welches im 2. Weltkrieg
in der
Straße von Makassar
vom einem
japanischen U - boot torpediert
wurde.
Die Amerikaner versuchten
das
Schiff in einen Hafen im
Norden
Balis zu schleppen, was
wegen zu großen Wassereinbruchs aber nicht gelang.
Um die Fracht zu retten,
wurde das Schiff bei Tulamben an das Ufer geschleppt.
Die Fracht konnte entladen
werden, was sonst noch zu gebrauchen war, wurde
demontiert und die "Liberty"
verrottete, halb im Wasser, halb auf dem Strand
liegend.
Beim einem Vulkanausbruch
in den sechziger Jahren wurde das Wrack von den
Lavamassen ins Meer geschoben
und im Laufe der Zeit zu einem vollkommen mit
Hart - und Weichkorallen
bewachsenen Riff, welches sich an seiner höchsten
Stelle 10 Meter, an seiner
tiefsten 30 Meter unter dem Wasserspiegel befindet.
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Last updated: 16. März 2002
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